Wegschauen ist einfach - Hinschauen berührt die Seele

Chronik

Mittlerweile besteht unser Verein „Kinder für Kinder Nubratalhilfe e.V.“ bereits über zehn Jahre. Erfahren Sie, wie alles begann und die Meilensteine unserer Projekttätigkeit der letzten Jahre. Durch Ihre Spenden konnten bereits wichtige Baumaßnahmen durchgeführt und der Zustand der Schule verbessert werden.

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2004

Erster Kontakt und Besuch der Schule im Nubratal

Auf unserer Reise im Himalaya hörten wir zufällig vom Lama Lobzang Zoppa und seiner Schule. Wir beschließen ihn zu besuchen. Ein Kontakt per Internet war damals nicht möglich und auch heute ist es noch schwierig so in Verbindung kommen. Der Zustand der Schule erschütterte uns. Die Wände waren feucht und unzureichend belüftet. Es fehlt an Einrichtungsgegenständen und Schulmaterial. Die Stromzufuhr und Sanitäranlagen sind dringend renovierungsbedürftig. Für die Schüler aus entlegenen Gebieten, funktioniert die Schule auf dem Internatsprinzip. Die Schlafplätze der Internatskinder sind dürftig ausgestattet. Fünfzehn Schüler schlafen in einem Raum, fast Bett an Bett und ohne Schränke. Kosten für Schulunterricht und Verpflegung  im Internat kostet derzeit 25 Euro pro Monat. Viele Großfamilien legen zusammen, damit ein Kind die Schule besuchen kann. Doch die Menschen im Nubratal sind arm und viele können sich einen Schulbesuch für ihre Kinder nicht leisten. Die Schüler sind deshalb dringend auf Patenschaften angewiesen.

Nachdem wir die Schulräume, die Unterkünfte der Kinder, der Dozenten und die hygienischen Zustände gesehen hatten, stand für uns fest: Hier ist Hilfe dringend notwendig! Wir entschlossen uns, Lama Lobzang Zoppa und sein ehrgeiziges Projekt zu unterstützen.

2005

Vereinsgründung Nubratalhilfe e.V.

Zurück in Deutschland gründeten wir daraufhin den Verein „Kinder für Kinder Nubratalhilfe e.V.“ Unser Motto stand ebenfalls schnell fest: Hilfe zur Selbsthilfe ist gefragt! 

Wir beschlossen, Spenden zu sammeln und sie der Schulleitung zu übergeben, damit die Menschen vor Ort ihrer Tradition und ihren Wünschen entsprechend eine neue Schule und ein neues Internat bauen können.

Da keine Verwaltungskosten anfallen, kommt jeder Cent auch im Nubratal an! Mit der Übernahme einer Patenschaft in Höhe von monatlich 25 € je Schüler kann einem Kind ein Internatsplatz und somit die Chance auf Bildung und auf eine bessere Zukunft ermöglicht werden.

Unser erster Spendenbetrag: 500 Euro.

Logo Nubratalhilfe

2007

Erste Spendenübergabe und Neubaupläne

spendenuebergabe-2007

Da Schule und Internat dem Bedarf nicht mehr gerecht werden, wurde ein Neubau – mit einfachsten Materialien – beschlossen.

2007 reisten wir zum 2. Mal ins Nubratal und konnten Lama Lobzang Zoppa einen Spendenscheck in Höhe von 8300 Euro persönlich überreichen.

Davon wurden Steine für den Neubau hergestellt (sie werden aus Lehm angefertigt und getrocknet) und Baustoffe gekauft. Vierbett-Zimmer mit jeweils einem eigenen Eingang hin zu einem Innenhof wurden geplant. Die Kinder sollten künftig Platz und ein wenig Privatsphäre haben. Auch Bäder und Toiletten sind in der Planung vorgesehen, 2 Solaranlagen wurden bereits installiert.

An der Schule werden ca. 250 Kinder unterrichtet, wovon 160 Internatskinder sind, die zu weit weg von ihrem Elternhaus wohnen, um die Entfernung täglich zu überwinden.

Nach Fertigstellung des Neubaus sollen 350 Kinder die Chance auf Bildung, 250 davon sogar einen Internatsplatz erhalten.

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Bauplan

2008

Weitere Spenden und Fortschritte beim Neubau

2008 konnten wir weitere 5000 Euro Spendengelder an den Lama schicken, mit denen der Bau beginnen konnte. Als erstes soll der neue Schlaftrakt entstehen, damit die Kinder mit  6-8  auf den Zimmer wohnen können, statt mit 12-15 und die sanitären Einrichtungen müssen gebaut werden. Alles ist Handarbeit, von Anfertigung der Steine bis zum Aufbau der Solaranlage.

2009

Rohbau 1. Schlaftrakt des neuen Internatsgebäudes

2009 schreitet der Neubau des 1. Schlaftraktes immer weiter voran.  Dieses Jahr reisen wir nicht ins Nubratal.

chronik9 - 1. Schlaftrakt im Bau
Neubau 1. Schlaftrakt 2009

2010

Im Mai 2010 reisen wir wieder ins Indische Himalayagebiet. Lawinen und Erdrutsche verhindern aber die Fahrt über den Straßenpass Khardung La ins Nubratal.  Der Endspurt für das neue Gebäude ist aber im vollem Gange.
Wir konnten unseren Spendenbetrag von 8500,- Euro dem Co-Rektor der Diskit Schule direkt überreichen.

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Spendenübergabe 2010

Der 1. Schlaftrakt des neuen Internatsgebäude steht.

Ende Juli 2010 steht der Neubau des ersten Schlafgebäudes.

Erster Schlaftrackt fertig
Fertiger 1. Schlaftrakt 2010

Segnung der Schule durch den Dalai Lama

Der Dalai Lama  besucht am 27.07.2010 das Nubratal. Er segnet die Schule und weiht das neue Gebäude ein. Das ist für alle ein großes Ereignis.

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Der Dalai Lama segnet die Schule

2011/2012

Weitere Spende

Wir haben mit den bisher gespendeten Euro helfen können, wir wissen dass das nicht reicht aber es war bis jetzt eine gute Hilfe. Durch Veranstaltungen wie Diavortrag, sammeln durch Vereinsmitglieder, sowie mit dem Projekt von Urgewalten „Alle gewinnen. Stromwechseln hilft“ und Firmenspenden  hoffen wir 2012 wieder einige Euros  für die Schule in Deskit überreichen zu können.
2012 konnten eine Spende von 8.000 Euro ins Nubratal schicken.

2013

Ein weiterer Besuch im Nubratal

Im Juli und August  haben wir wieder unserer Schulprojekt im Nubratal besucht. Das Gemeinschaftshaus  wird gebaut. Es war schön die vielen Schüler in besseren Unterrichtsräumen und vor allem auch besseren Hostelzimmern zu sehen: Das neue Hostel ist teils fertig und momentan wird am Gemeinschaftsraum gebaut. Im Winter können die älteren Kinder im neuen Hostel untergebracht werden. Damit hat man im alten Hostel mehr Platz für die anderen Kinder.

Unsere diesjährige Spende: 8000 Euro

 

2015

Weitere Ausbaupläne

Unser diesjähriger Spendenbetrag: 4.000 Euro

Und so geht es weiter: Der Bau des 2. Internatsgebäude steht noch an sowie der Ausbau der Sanitärgebäude. Wenn die Bauarbeiten am Internat abgeschlossen sind, soll das Schulgebäude ebenfalls neu gebaut werden. Das bestehende zu renovieren wäre sinnlos, denn die Steine für den Häuserbau werden in Indien nicht gebrannt und verwittern daher schnell. Die neuen Gebäude erhalten jedoch einen speziellen Anstrich, damit das Wasser nicht in die Wände eindringen kann.

2016

Die neue Schule wird noch weiter ausgebaut

Unser diesjähriger Spendenbetrag: ?? Euro

Wolfgang und Ina reisen ins Nubratal und treffen den Dalai Lama. Ein 2. Schlaftrakt mit Sanitärbereich ist im Bau.

Reise-2016-Ankunft-Schule
Herzliche Begrüßung im Nubratal

2017

Das neue Gebäude ist fast fertig

Unser diesjähriger Spendenbetrag: 5.000 Euro

Sönke und Liam Schallmey besuchen das Nubratal. Die Schule wird vom Dalai Lama gesegnet und gleichzeitig hatten die beiden eine Audienz beim Dalai Lama.

neues Sanitärgebäude - Stand 2017
Der 2. Schlaftrakt ist fast fertig
Neubau gebaeude_2_2017
Außenansicht fertiger 1. Schlaftrakt und das Gemeinschaftshaus
Gemeinschaftshaus innen
Innenansicht fertiges Gemeischaftshaus

2019

Gut Ding will Weile haben

Unser diesjähriger Spendenbetrag: 10.000 Euro für die Fertigstellung des Lagerraumes und Personalraumes Mit den letzten Geldern die wir überwiesen hatten, wurde der Speiseraum und die Küche angefangen zu bauen. Wenn dies fertig ist,  können die Studenten den Wohnbereich Hostel beziehen. Die Fertigstellung ist für nächstes Frühjahr geplant. Aufgrund der äußeren Umstände geht manches einfach nicht so schnell voran, wie wir uns das manchmal vorstellen. So kann witterungsbedingt nur an 4-5 Monaten im Jahr gebaut werden und die Transportkosten von Baumaterial ins abgelegene Nubratal sind nicht zu unterschätzen. Die Kosten für die Fertigstellung von Küche und Speiseraum, liegen bei ca. 25.000 € für Lagerraum und Personalraum kommen noch mal 15.000 € dazu. Wir konnten insgesamt bereits 13.000 € für Küche und Speiseraum dazu geben. Der Rest kommt aus eigenen Mitteln von der Schule, sodass die Finanzierung gesichert ist.
Bericht-2019-am-neubau
Küche und Speiseraum sind im Bau.
Bericht-2019-komitee-am-neubau-2
Bericht-2019-baubloecke-am-neubau
Stabile Zementblöcke bringen bauliche Vorteile gegenüber den regional typischen Lehmblöcken